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Auszahlungsquote in Spielhallen und Online Casinos

Bevor wir uns die Frage nach der Auszahlungsquote in Spielotheken, Spielbanken und Online Casinos stellen muss grundsätzlich abgeklärt werden welche Bedeutung hinter diesem Wort steckt. Die Auszahlungsquote gibt den Anteil der von Spielautomaten vereinnahmten Gelder in Prozent an, welche über kurz oder lang als Gewinn wieder an die Spieler ausgeschüttet werden.

Beispiel: Über einen Zeitraum von einem Monat, werfen 10 Spieler jeweils 100€ in einen Spielautomaten und keiner hat etwas gewonnen oder sich auszahlen lassen. Der Automat hat somit insgesamt 1.000€ eingenommen. Bei einer Auszahlungsquote 80% werden anschließend über kurz oder lang 800€ wieder an die Spieler ausgeschüttet, sodass dem Aufsteller ein Gewinn von 200€ bleibt.

Der in diesem Beispiel aufgeführte Idealzustand entspricht jedoch leider nicht den Tatsachen. Tatsache ist, dass nach einer Glücksspielreform im Jahre 2005 die gesetzliche Mindestauszahlungsquote von 60% abgeschafft wurde, was für die Hersteller die absolute Gestalltungsfreiheit in diesem Punkt garantierte.

Aber auch bereits vor dem Jahr 2005 lag die tatsächliche Auszahlungsquote nicht bei 60%, sondern bei lediglich 48,2%. Da Spielautomaten in Gaststätten und Spielotheken als Unterhaltungsgeräte gelten, fällt bei diesen wie bei allen anderen Waren und Dienstleistungen noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19% an, welche natürlich immer der Kunde trägt. So ergab sich vor 2005, bei angegebenen 60%, eine tatsächliche Auszahlungsquote von 48,6% – von 1.000 eingezahlten Euros erhielten die Spieler also 480,60€ als Gewinn(e) zurück.

Beispiel: Eingezahlt wurden wieder 1.000€. Von diesen 1.000€ gehen 19% oder 190€ als MwSt. an den Staat. Der Betreiber hat somit einen Nettogewinn von 810€ gemacht. Von diesen 810€ werden nun 60% oder 486€ wieder an die Spieler ausgezahlt. Somit hat der Aufsteller einen Gewinn von 324€ gemacht, wovon er weitere Steuern zu entrichten und Kosten zu decken hat.

Spinnt man dieses Beispiel weiter, läge die maximal mögliche Auszahlungsquote für die Spieler bei 81%. Bei solch einer Quote bliebe jedoch dem Betreiber kein müder Cent mehr übrig und er könnte sein Geschäft schließen.

Die Situation in Spielbanken und Online Casinos

Etwas anders sieht die Situation in Spielbanken und Online Casinos aus. Da es sich bei Spielautomaten, sowohl in Spielbanken als auch bei Online Casinos, nicht mehr um reine Unterhaltungsgeräte handelt, fällt hier auch keine Mehrwertsteuer an. Beide Anbieter unterliegen ähnlich wie Banken ständiger staatlicher Überwachung – Spielbanken gehören sogar zu 80% dem Staat.

In richtigen Kasinos können auch deutlich höhere Einsätze ohne Buchungspausen getätigt werden, was dazu führt, dass diese beiden Anbieter mit Auszahlungsquoten von 90% und mehr arbeiten können und trotzdem profitabel und wirtschaftlich bleiben.

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